Kinder- und JugendarbeitIntegration durch SportGewaltpräventionBreitensport

In Deutschland haben aktuell ca. 25,5 % der Bevölkerung einen Migrationshintergrund – das bedeutet, dass entweder sie selbst oder zumindest ein Elternteil nicht in Deutschland geboren wurden.

Der Sport erreicht weite Teile der Bevölkerung. Menschen mit Migrationshintergrund sind nach wie vor deutlich seltener Mitglieder in einem Sportvereinen und Sportclubs, als Menschen ohne Migrationshintergrund. Auf diesem Gebiet hat und wird die WFMC- Germany weiter Ihren Beitrag leisten, um hier eine Angleichung zu schaffen. Der Kampfsport, in seiner Vielfalt und mit seinen Werten, bietet hier die ideale Grundlage. Das unsere Clubmitglieder, auf diesem Gebiet ganze Arbeit leisten, tritt auf unseren Veranstaltungen immer wieder positiv zum Vorschein.

Generell, übergreifend aller Sportarten, deutschlandweit betrachtet, sind vor allem unter den Funktionsträgern nur wenige Aktive, mit familiären Einwanderungsgeschichten zu finden. Besonders gering ist der Anteil der Frauen mit Migrationshintergrund in Sportvereinen und Sportclubs. Auch hier sehen wir unsere Aufgabe darin, interessierte, kompetente und engagierte Menschen, gleich welchen Geschlechts, oder Herkunft in unsere Verbandsarbeit zu integrieren. 

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In der Gewaltprävention gilt Kampfsport als ein sehr gut einsetzbares Instrument. Selbstverständlich bezieht sich dies nicht ausschließlich auf die Arbeit mit Jugendlichen. Auch Erwachsene können in solche Programme einbezogen werden. Auch hier legen wir, als WFMC- Germany, in der Verbandsarbeit und Zusammenarbeit mit unseren Clubmitgliedern, großen Wert auf die Durchführung und Ausrichtung entsprechender Kurse.

Die Verhaltensweise der Teilnehmer, ist unter anderem durch eine hohe Gewaltbereitschaft geprägt. Aus diesem Grund wird Gewaltprävention betrieben. Dabei stellt sich das Problem, dass die Jugendlichen und Erwachsenen mit ihren subjektiven Einstellungen pädagogischen Projekten oft skeptisch, oder gar ablehnend gegenüber stehen. Die Angebote müssen also in verdeckter Form und durch ein Medium vermittelt werden, welches die Teilnehmer anspricht.

Teilnehmer zeigen oft ein großes Interesse am Kampfsport. Der Zugang zu den Probannten ist somit gesichert. Die Vielseitigkeit, sowohl der in unserem Verband vertretenen Kampfsportarten und Stilrichtungen, wie auch die schier unendlichen Möglichkeiten des Trainingsaufbaus ermöglicht eine Durchführung über einen langen Zeitraum ohne Motivationsverlust der Teilnehmer. Spezielle Deeskalationsübungen lassen sich in das Trainingsprogramm problemlos einbauen. Das Erleben der Übungen kann direkt reflektiert werden.

Der Einsatz des Mediums Kampfsport in der Gewaltprävention ermöglicht ein bedürfnisorientiertes Arbeiten. Folgende Bausteine bilden hier das Fundament zur erfolgreichen Prävention:

– Konfrontation der Teilnehmer mit ihrem (unterbewussten) Aggressionspotential, welches kanalisiert wird und somit langfristig einen kultivierten Umgang mit Aggressionen vermittel. Resultierend sind Angemessene Reaktionen auf unmittelbar erfahrene Gewalt.

  • Lernen, dass der erwünschte Trainingserfolg nur durch ein hohes Maß an Eigendisziplin, Geduld und Selbstüberwindung zu erreichen ist. Es werden dabei Übungen durchgeführt, welche zum einen die mentale Leistungsfähigkeit stärken und zum anderen die motorischen Fähigkeiten. Teilnehmer lernen, ihre Kraft realistisch einzuschätzen. Sie sind somit in der Lage, in Situationen, in denen sie mit Gewalt konfrontiert werden, ihre Fertigkeiten notfalls kontrolliert und angemessen einzusetzen (Verteidigung, Abwehr eines gewalttätigen Angriffs).

-Der größte Teil der Übungen, beinhaltet Partnerübungen. Hierdurch wird ein Gefühl für den Umgang mit Anderen, gegenseitiges Vertrauen, sowie die Übernahme für Verantwortung für Andere vermittelt. Jeder ist also für den Fortbestand der ganzen Gruppe verantwortlich.

Der Kampfsport vermittelt den Teilnehmern eines Projekts eine andere Sichtweise auf den Einsatz körperlicher Gewalt. Sie werden durch ihre erlernten Fähigkeiten in eine stärkere Position versetzt. Durch die Vermittlung eines positiven Selbstbildes mit den Inhalten Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Akzeptanz der eigenen Schwachstellen, entwickelt sich eine modifizierte Moral und Lebenseinstellung.

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